Blumensorten

Blumensorten nach Jahreszeit

Die Blumensorten sind in vielfältiger Hinsicht zu katalogisieren. Das geht zum Beispiel nach der Jahreszeit der Blüte. So gibt es Frühlingsblumen, die ab März blühen, zum Teil sogar noch bei Schnee. Damit wird der Garten farbenfroh, wenn andere noch Winter-Ruhe haben. Zudem sind viele der Frühlingsblumen sehr duftend, die schon zu dieser Jahreszeit die Insekten anlocken. Im März blühen beispielsweise Gänseblümchen (bis November), Krokusse und Tulpen. Der April hat den Löwenzahn, die Primeln und die Federnelke. Im Mai blühen natürlich Pfingstrosen und Maiglöckchen.

Die Sommerblumen gibt es ein- und mehrjährig in vielen Farben und an vielen Standorten. Die Blütezeit hängt stark von den Temperaturen ab. Einjährige Dahlien blühen gelb über rot, violett bis weiß, die mehrjährigen Gladiolen haben ein breites Farbspektrum und die Löwenmäulchen gibt es auch ein- und mehrjährig und die blaue Passionsblume hat den Winter überlebt als mehrjährige Kletterpflanze. Ab September blühen die Herbstblumen der Blumensorten, die Vielfalt wird deutlich geringer. Da sind die Herbst-Krokusse, die Astern und die Garten-Stiefmütterchen. Der Winter bringt die Winterblumen beispielhaft die Christrose und die Schneeglöckchen zum Blühen.

Blumensorten nach Formen

Blumensorten lassen sich nach ihrer Form bestimmen. Bürsten- oder Pinselblumen haben lange Staubblätter und Griffel zum Anlocken der Bestäuber. Das sind zum Beispiel der Breit- und der Spitzwegerich, die Heilpflanze von 1993. Etwas Besonderes sind die Fallenblumen, die ihre Insekten einfangen wie die Seidenblumen in Amerika. Sie werden aber nach der Bestäubung wieder freigelassen, kleinere Mücken kommen oft nicht mehr los. Bei den Lippenblumen sehen die Außenränder der Blüte wie Lippen aus, hinter der Oberlippe Staubblätter und Griffel und die Unterlippe dient als Landeplatz. Beispiele sind der Salbei und die Taubnessel., sowie das Löwenmäulchen als Maskenblume, eine Sonderform der Lippenblumen. Bekannte Glockenblumen sind die Osterglocke und die Maiglöckchen (giftig) und Schneeglöckchen. Trichterblumen finden wir beim Krokus und den Petunien, dazu kommen in dieser Rubrik noch die Becherblumen wie die schwarze Tollkirsche (giftig). Die letzten drei Formen sind nicht leicht abzugrenzen, da sie sich während des Wachstums verändern.

In Rachenblumen kriechen Bestäuber tief in den Blütenschlund hinein, kleinere Fliegen kommen nicht durch die Sperrborsten. Die Röhrenblumen sind nur von langrüsseligen Insekten zu bestäuben, sie haben auch keinen Landeplatz. Scheibenblumen oder Schalen-oder Napfblumen bieten den Nektar offen an mit freiem Zugang zur Blütenmitte. Sie teilen sich noch auf in Nektar- und Pollenblumen und sind für Fliegen und Käfer sehr geeignet. Das sind die Gänseblümchen sowie die Storchschnabelblumen bei den Nektarblumen und das Johanniskraut und die Heckenrose bei den Pollenblumen. Bleiben noch die Stieltellerblumen, die eine Röhrenblume ist mit Landeplatz für Bestäuber wie der Enzian oder die Federnelke sowie das Tausendgüldenkraut als Heilpflanze des Jahres 2004.

Blumensorten nach Dekoration für festliche sowie religiöse Anlässe

Bei religiösen Prozessionen zu Fronleichnam oder Beerdigungen haben Blumen weltweit ihre Bedeutung und auch zu weltlichen Anlässen, wie der Brautstrauß oder ein Blumenstrauß bei Ehrungen.und Jubiläen. Weil die Farbenpracht der Blüten bei den Blumensorten sich zu dekorativen Zwecken wunderbar eignet, sind sie als Gesteck oder Blumenkranz im Haus und Garten geeignet. Schnittblumen als Strauß werden gern verschenkt. Jede Religion, Gesellschaft und Kultur hat allerdings ihre eigene Blumensymbolik. In China bringt man keine Blumen als Geschenk mit und in der jüdischen und islamischen Religion wird eine Beerdigung nicht mit umfangreichen Blumenarrangements geschmückt.

In der Geometrie für religiöse Formen ist die “Blume des Lebens” weltweit in Kirchen, Pyramiden sowie heiligen Stätten wie Tempeln zu finden, die bereits bei den Ägyptern und Assyrern bekannt war.