Taubnesseln

Taubnesseln

Die Blumen wirken nicht nur in der Wildnis dekorativ

Die Taubnesseln ähneln in ihrer Erscheinung der Brennnessel, weisen allerdings keine lästigen Brennhaare
auf. Interessierte Blicke ziehen sie in erster Line durch ihren schönen Blattschmuck und ihre farbigen Blüten auf sich, wie es beispielsweise bei der Gefleckten Taubnessel oder der Purpurroten Taubnessel der Fall ist. Die zu den Lippenblütlern gehörende Gattung Lamium ist durch vierkantige Stängel und zweigeteilte Lippenblüten gekennzeichnet. Letztere fungieren im Sommer als Hummel- und Bienenweide, da sie reichlich Nektar bieten.

Attraktive Bodendecker für Topf und Gartenbeet

Die Blumen sind in unseren Breiten heimisch und wachsen in Wäldern und an Ufern. Sie eignen sich hervorragend für den halbschattigen Balkon und vertragen Morgen- und Abendsonne sehr gut. Auch unter Bäumen und Büschen machen sie eine gute Figur. Die Blattschmuckstauden bevorzugen einen humosen, nährstoffreichen, lockeren und eher lehmigen Boden. Hinsichtlich der Feuchtigkeit sind die Blumen tolerant. Ein Austrocknen sowie Staunässe sollten jedoch vermieden werden.

Schnitt und Überwinterung

Die Plfnazen benötigen wenig Pflege. Das Blattwerk muss im Herbst nicht beschnitten werden, wirkt es doch bis in den Winter hinein noch sehr dekorativ. Es genügt die trockenen Blätter zu entfernen. Sollte sich die Staude zu stark ausgebreitet haben, kann sie zurückgeschnitten oder abgestochen werden. Da den Blumen Temperaturen bis -30 Grad nichts ausmachen, bedarf es keines Winterschutzes. Bleibt es im Winter allerdings über einen längeren Zeitraum trocken, sollte gegossen werden. Eine Düngung ist im Winter nicht erforderlich.

Vermehrung der Taubnesseln

Fühlen sich Die Blumen wohl, zeigen sie sich sehr vermehrungsfreudig. Die Vermehrung erfolgt zum Einen über die Aussaat und zum Anderen über Wurzelausläufer. Eine gezielte Vermehrung ist mit Hilfe von Stecklingen sowie durch Teilung der Staude möglich. Während die Teilung idealerweise nach der Blüte im Herbst vorgenommen wird, erfolgt die Vermehrung durch Stecklinge am besten im Sommer. Mit einem sauberen Schnitt wird hierbei ein nicht blühender Trieb unterhalb eines Auges von der Pflanze getrennt. Nachdem die unteren Blätter entfernt wurden, wird der Steckling in Anzuchterde gesteckt und feucht gehalten.

Sobald die ersten neuen Blätter zu erkennen sind, kann die Pflanze an den gewünschten Platz gepflanzt werden. Neupflanzungen finden optimalerweise im Frühjahr oder Herbst statt. Pro Quadratmeter ist die Pflanzung von 10 Jungpflanzen ideal, deren Abstand zueinander mindestens 20 cm betragen sollte.

Krankheiten und Schädlingsbefall

Zwar handelt es sich bei Taubnesseln um recht robuste Pflanzen, doch werden sie nicht selten von Pilzkrankheiten heimgesucht. Der Befall durch den Grauschimmel ist an einem staubartigen Grauschleier zu erkennen, der sich rasch über die anderen Pflanzen ausbreiten kann. Entsprechend befallene Pflanzenteile gilt es schnellstmöglich zu entfernen. Zu hartes Substrat und zu dicht stehende Pflanzen begünstigen die Pilzkrankheit. Blattläuse fallen gerne in großen Kolonien über die Stiele und Unterseiten der jungen Triebe der Pflanzen her. Vertreiben lassen sich die Schädlinge mit einem Brennnesselsud oder Seifenlösung.

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