Hornklee

Hornklee

In Europa wächst der Hornklee (Lotus) meist in lichten Wäldern, Wiesen auf Halbtrocken- und Trockenrasen. Man findet ihn in der Küstenregion bis in Höhenlagen bis 3000 m. Er kommt aus der Familie der Hülsenfrüchtler und der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler. Der Hornklee mag kalkhaltige Lehmböden, wo die Wurzelbakterien den Boden mit Stickstoff anreichern. Er ist im Zwischenfruchtanbau sehr beliebt und findet wegen seines hohen Eiweißgehaltes als Futtermittel Verwendung. Es gibt verschiedene Sorten des Hornklees. Hornklee-Arten sind ausdauernd. Sie besitzen gefiederte Laubblätter und die drei kurz gestielte Fiederblätter mit einem keilförmigem Grund und zwei großen Nebenblättern am Stiel vermitteln oft den Eindruck von fünf Blättchen. Es gibt auch Arten mit bis 15 Blättchen. Die gelben Schmetterlingsblüten laufen bei manchen Pflanzen rot über und stehen in Dolden zusammen. Die kahlen oder wenig behaarten Stängel der Heilpflanze wachsen niederliegend und aufsteigend bis aufrecht.

Herkunft des Hornklees

Der Name kommt vom hornförmigen Fortsatz, der sich am Ende der Hülsenfrüchte befindet. Er ist keine traditionelle Heilpflanze. Der französische Arzt Leclerc entdeckte im letzten Jahrhundert die krampflösenden und beruhigenden Eigenschaften, die die Pflanze hat. Der Hornklee ist eine hervorragende Futterpflanze und liefert einen vorzüglichen Nektar. Je nach Standort wird er 15 bis 30 cm hoch. Die Blütezeit des Hornklees geht von Mai bis August. In der Naturheilkunde benutzt man die Blüten des Hornklees. Wichtige Inhaltsstoffe der Heilpflanze sind Flavonoide und Nitriloside. Er wird innerlich angewendet und beruhigend und krampflösend bei Alpdrücken, Angst, Nervosität oder Schlaflosigkeit. Für einen Tee brauchen Sie einen Teelöffel getrockneter Hornklee-Blüten, die Sie mit einer heißen Tasse Wasser aufgießen. Der Tee muss zehn Minuten ziehen.

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